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Outrage-Management, also der Umgang mit öffentlicher Empörung, ist ein bei Planungen oftmals übersehenes Phänomen: In unser technisch geprägten Welt gehen Unternehmen, Behörden und Institutionen häufig davon aus, dass die Öffentlichkeit Gefahren auf Basis der Kalkulation des wirklich mit der Gefahr verbundenen Risikos erfasst. Das ist aber falsch.

Zahlreiche Untersuchungen zeigen, dass Menschen die sie umgebenden Risiken zum großen Teil auf Basis ihrer persönlichen Erfahrung beurteilen und sei es, dass es nur eine durch Medien vergemeinschaftete Erfahrung ist. An einem Beispiel einfach ausgedrückt: der atomare fall-out nach dem Unfall in Fukushima führte in Deutschland zum Ausverkauf der Geigerzähler...

Die Risikokommunikation scheint diese Tatsache - das zeigen viele Beispiele - durchaus beharrlich zu ignorieren. Fragen wir uns doch, wer sich hier tatsächlich irrational verhält: Die besorgten Menschen, die sich von einer Anlage oder einer Planung bedroht „fühlen“ oder die Kommunikatoren der Unternehmen oder Institutionen, die behaupten, es gäbe „eigentlich“ keine Bedrohung oder gar ein Risiko?